Über die Konferenz


Der spirituelle Hintergrund der Heutigen Welt

Gegenwärtig erleben wir die Gefahr einer immer größer werdenden Chaotisierung und Zerspaltung – in der Welt, in lokalen Gemeinschaften und im Menschen selbst. (Beispielsweise Globalisierung gegen Nationalismus; kollektive Impulse gegen Isolationismus; neue Krankheitsformen.) In diesem Jahr wollen wir die Gefahren in unserer heutigen Situation erforschen und zugleich neue Perspektiven auf deren potentielle Verwandlung und Heilung eröffnen.

Eine dreitägige Konferenz über die tieferen historischen Herausforderungen für Europa im 20. und 21. Jahrhundert

Die nächste Rose and Cross findet am 2. - 4. October 2026 in Prag.

Anmeldung Programm


Vortragende


Terry Boardman

Terry Boardman

Terry Boardman (geb. 1952) stammt aus Chester, England. Nach seinem Geschichtsstudium an der Universität Manchester arbeitete er sieben Jahre lang in Japan, wo er auch die Sprache erlernte. 1981 entdeckte er in England die Anthroposophie, was zu einer umfassenden Eurythmie-Ausbildung (Diplom 1988) führte. Nach seiner Rückkehr nach Japan war er dort von 1991 bis 1994 in den Bereichen Eurythmie und Spracharbeit tätig. Seit 1990 hält er in vielen Ländern Vorträge zu Geschichte und aktuellen Ereignissen und hat vier Bücher verfasst: „Mapping the Millennium“ (1998), „Kaspar Hauser – where did he come from?“ (2006, auch auf Tschechisch erschienen) sowie „Western Hostility to Russia“ (2023). Sein viertes Buch über christlichen Zionismus wird im Frühjahr 2026 erscheinen. Er schreibt regelmäßig für die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift „New View“ (Großbritannien). Zudem wurden zahlreiche seiner Übersetzungen umfangreicher Werke veröffentlicht, darunter 1997 „The Ashio Riot of 1907“ von Kazuo Nimura, 2014 Thomas Meyers „Ludwig Polzer-Hoditz – A European“ und 2025 „Lord Stanhope – The Adversary of Kaspar Hauser“ von Johannes Mayer. Er lebt in Stourbridge, England. Website: www.threeman.org

Markus Osterrieder

Markus Osterrieder

Dr. Markus Osterrieder, geb. 1961 in München. Studium der Osteuropäischen Geschichte, Slavistik und Politikwissenschaft in München, Toulouse und Warschau. Entdeckte 1975 das Werk Rudolf Steiners. Lebte von 1982 bis 1987 in Toulouse. Nach mehrjähriger Tätigkeit am Osteuropa-Institut München arbeitete er als freier Historiker, Publizist und Vortragender in vielen Ländern: von den Britischen Inseln über den Kaukasus bis hin zum Iran, der Ukraine und Russland. Er beschäftigt sich vor allen Dingen an Fragen des Kulturaustauschs und der Kulturvermittlung zwischen Ost und West. Verfasser u.a. von: "Sonnenkreuz und Lebensbaum. Irland, der Schwarzmeer-Raum und die Christianisierung der europäischen Mitte (1995, 2. Aufl. 2027), (mit Baruch L. Urieli): „Der Krieg aller gegen alle und die Geburt einer neuen Brüderlichkeit“. (1998). "Das wehrhafte Friedensreich. Bilder von Krieg und Frieden in Polen-Litauen (1505-1596)." (Diss., 2004). „Durchlichtung der Welt: Altiranische Geschichte“. (2008). „Die Kelten und die Entwicklung der Gemütsseele: Wandlungen einer frühen europäischen Kultur“. (2009). „From Synarchy to Shambhala: The Role of Political Occultism and Social Messianism in the Activities of Nicholas Roerich“. (2012). Welt im Umbruch. Nationalitätenfrage, Ordnungspläne und Rudolf Steiners Haltung im Ersten Weltkrieg“. (2014). Website: www.celtoslavica.de

Richard Ramsbotham

Richard Ramsbotham

Richard Ramsbotham wurde 1962 in Northumberland, England, geboren. Als Schriftsteller und Theaterregisseur verfasste er Werke wie „Who Wrote Bacon? Shakespeare, Bacon and James I“ und „An Exact Mystery – the Poetic Life of Vernon Watkins“ sowie mehrere Theaterstücke, darunter „Rewinding the War“ und „The Burning of the Goetheanum“, und zahlreiche Artikel zu kulturellen Themen und aktuellen Ereignissen. Zudem übersetzte er Rudolf Steiners vier Mysteriendramen und führte bei deren Aufführung Regie („Four Modern Mystery Dramas“, RSP 2023). Er ist Mitbegründer von „Fourfold Living Arts“, einer Initiative, die darstellende Künste mit der Auseinandersetzung über kulturelle Fragen und aktuelle Ereignisse verbindet.

Anežka Janátová

Anežka Janátová

Sie arbeitete als Psychologin und später als Direktorin des Jedlička-Heims für Menschen mit Lernschwierigkeiten und physischen Behinderungen. Sie gründete die Tabor-Akademie für soziale Künste und rief die Tabor-Stiftung sowie die Assziation für Sozialtherapie und Heilpädagogik in der Tschechischen Republik ins Leben. Seit 2008 ist sie Landesvertreterin der Anthroposophischen Gesellschaft in der Tschechischen Republik.


Bilder aus Jahr 2025


Programm

2. - 4. October 2026 in der Anthroposophischen Geselschaft, Hošťálkova 392/1d, Prag 6 - Břevnov

Hier finden Sie die Themen der diesjährigen Konferenz. Das ausführliche Programm wird in Kürze hier veröffentlicht werden. Nach Erhalt Ihrer Anmeldung werden Sie das detaillierte Programm zusammen mit weiteren Informationen zur Konferenz per e-Mail erhalten.

Das Wachsen der Technokratischen Kontrolle / Markus Osterrieder

Technokratie, die auf schulwissenschaftlichen Methoden und der verbreiteten Nutzung von Technologie basiert, erlebt eine erstaunliche Renaissance. Doch in der Hoffnung auf Fortschritt verbirgt sich ein antidemokratisches Projekt, das Nähe zu Populismus, Autoritarismus und Extremismus entwickelt. Heute begegnet uns die technokratische Versuchung erneut in den Reaktionen auf Pandemien, in digitalen Kontrollsystemen oder in den Allmachtsfantasien des Silicon Valley. Nicht gewählte Politiker, sondern Experten und Fachleute über Politik und Verwaltung entscheiden – basierend auf technischem Wissen, Daten und messbarer Effizienz. In dem  Buch „The Technological Republic“ argumentiert der Mitbegründer von Palantir, Alexander C. Karp, dass die Softwareindustrie deshalb die Beziehung zur Regierung neu aufbauen muss, damit der Westen seinen geopolitischen Vorteil aufrechterhalten kann und seine Macht über das menschliche Bewusstsein behält. 

Der Ringen um das eigene Bewusstsein : Von „Kognitiver Kriegsführung“ und der Macht von „Egregoren” / Markus Osterrieder

In den letzten Jahren wurde immer offensichtlicher, dass der Versurch von Kontrolle über die Bewußtseinsinhalte der Bevölkerung auch mit der Wirkung von Gedanken rechnen muß. Seit der Frühen Neuzeit sprach man im Okkultismus von dem Erzeugen von Egregoren (griechisch „egrégoroi“, Wächter):   jede Gruppe von Menschen, die ihre Willenskräfte, Gedanken und Handlungen über einen längeren Zeitraum auf ein gemeinsames Ziel hinlenken, schaffen ein die Gruppenmitglieder überspannendes seelisch-emotionales Gedankenkraftfeld, welches von der Energie der einzelnen Gruppenmitglieder gespeist wird, aber auch auf die einzelnen Gruppenmitglieder emotional stärkend durch Synchronisation von Ereignissen zurückwirken soll. Dadurch stellt sich dem in seinem Bewußtseinskern erstarkenden Menschen die Frage: Was hat denn das eigentlich mit mir zu tun? Will ich denn das überhaupt? Und wenn nicht, warum lasse ich es in mir geschehen? Wie schon der Begründer der Böhmischen Brüder, Petr Chelčický, im 15. Jh. in christlich-manichäischer Gesinnung schrieb:  "Eine Handlung, die unter dem Zwang der Autorität ausgeführt wurde, ist sehr verschieden von einer Handlung, die in Liebe und mit gutem Willen geschah, aus denen die Worte der Wahrheit aufsteigen.“

Amerika – Europa – China: Lässt sich ein Weltkrieg vermeiden? / Terry Boardman

Es ist kein Zufall, dass sich in diesem entscheidenden 21. Jahrhundert, dem ersten wahrhaft globalen Jahrhundert, Amerika und China konfrontieren und dass zwischen ihnen der Nahe Osten und auch Europa – der „Mittlere Kontinent“ – liegen, dessen Kultur und Zivilisation zu einem großen Teil durch Impulse geprägt wurden, die aus dem Nahen Osten kamen. Ein Konflikt zwischen China und Amerika scheint fast unvermeidlich. Weltkriege betreffen jeden, heutige und zukünftige Generationen, bis hin zum kleinsten Dorf. Wofür stehen China, Europa und Amerika? Wie kann Europa dazu beitragen, einen weiteren Krieg zwischen Ost und West, einen Weltkrieg zwischen China und Amerika, zu verhindern? Dieser Vortrag wird Licht auf diese Themen werfen und diese beiden Fragen beantworten.

Das Rosenkreuzertum, die Aufklärung und die Gründung Amerikas – 1776–2026 / Richard Ramsbotham

Am 4. Juli dieses Jahres feierten die Vereinigten Staaten von Amerika den 250. Jahrestag der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung. Viele Menschen haben dieses Dokument als eines der bedeutendsten historischen Dokumente aller Zeiten bezeichnet. Es wurde sogar als ein Dokument beschrieben, das aus einem genuin rosenkreuzerischen Impuls heraus entstanden sei. Was ist daran wahr? In welcher Beziehung standen die „Gründerväter“ der USA zur Aufklärung, zum rationalistischen Denken und zur Religion? Wie war ihr Verhältnis zur Freimaurerei? Der Vortrag wird sich auch mit dem Einfluss von Francis Bacon (und seinem Werk „Die neue Atlantis“) auf die Entstehung der USA befassen, den viele Menschen fälschlicherweise als Hinweis auf einen rosenkreuzerischen Ursprung deuten. Abschließend wird der Vortrag der Frage nachgehen, was eine echte rosenkreuzerische Umgestaltung der Impulse hinter der Unabhängigkeitserklärung beinhalten könnte.

Wohin steuert die anthroposophische Bewegung 100 Jahre nach Rudolf Steiners Tod?Einen Weg zwischen Skylla und Charybdis finden. / Richard Ramsbotham

100 Jahre nach Steiners Tod: Welche Richtung (oder Richtungen) schlägt die anthroposophische Bewegung ein – und welche Gefahren drohen ihr? Die modernen Formen von Skylla und Charybdis lassen sich vielleicht einerseits als hellsichtige Mystik und andererseits als Anlehnung an und Aufgehen in der konventionellen Mainstream-Welt beschreiben. Welche Phänomene und Symptome stehen damit in Zusammenhang? Wie können wir einen Weg zwischen diesen beiden Extremen finden? Was könnte für eine erneuerte Beziehung zur Anthroposophie erforderlich sein, die – zumindest durch ein tiefergreifendes Verständnis – einen wesentlichen Beitrag zu den sich verschärfenden globalen Herausforderungen leisten kann, denen wir uns derzeit gegenübersehen? (Richard wird in seinem Vortrag auch auf sein kürzlich erschienenes Buch eingehen: „Who Was Rudolf Steiner? An Untold Story“ [SteinerBooks 2026])

Geheimnisvolle Märchen für unsere Zeit / Anežka Janátová

Bilder aus Märchen kommen mir in den Sinn. In ihnen sind die Geheimnisse längst vergangener, mysteriöser Wahrheiten bewahrt – also die Diagnose, aber zugleich auch die Möglichkeit der Heilung. Zum Beispiel das Märchen von Otesanka – es warnt vor den Gefahren des Materialismus, wenn der Mensch aufhört, zu unterscheiden. * Ein älteres Ehepaar hat keine Kinder. Sie entscheiden sich weder für eine künstliche Befruchtung noch adoptieren sie ein Kind aus einem Kinderheim. Der Großvater findet im Wald einen Holzstumpf, der einem kleinen Kind ähnelt. Die Großmutter freut sich, zieht dem Holzstumpf Kleidung an und beginnt, ihn zu füttern. Sie geben ihm den Namen Otesanek. Es geht ihm gut, aber er will immer mehr. Er hat sein eigenes Sprichwort: „Ich habe gegessen, ich habe aufgegessen …“ Als die Menschheit Mitte des 19. Jahrhunderts begann, dem Materialismus zu verfallen, wurden Märchen von Weisen gesammelt, als Heilmittel für die menschliche Seele.*

Rafaels Gemälde und das völlige Unverständnis des Bildungswesens / Anežka Janátová

Das, was das Bildungswesen wieder in Richtung eines tieferen Verständnisses und einer gelebten Umsetzung menschlicher Tugenden und Werte hätte bewegen können, wird von allen Seiten angegriffen – von Lehrern, Eltern und schließlich auch von den Kindern. Das Wort „Inklusion“ ist zu einem sehr problematischen, ja sogar unfreundlichen Begriff geworden. * Nehmen wir ein Beispiel aus Raffaels Gemälde – Die Verklärung auf dem Berg (Tabor). Raffael stellt uns die Möglichkeit vor Augen, wie wir die Zukunft gestalten können.  Auf dem Berg, in der geistigen Welt, über unseren Köpfen, vollzieht sich ein Mysterium. Und unterhalb des Berges, in der unteren Hälfte des Bildes, versammeln sich Menschen, die aufgeregt um einen etwa zwölfjährigen Jungen herum gestikulieren. Dieser erleidet einen epileptischen Anfall und zeigt mit erhobener Hand auf das Mysterium in der Wolken-Welt, denn er erblickt  es.*

Anmeldung

Die Teilnahme an der Konferenz kostet 120 Euro, für Studenten 50 Euro. Sie bezahlen in bar.

Falls Sie die Anmeldung hier nicht ausfüllen können, senden Sie bitte Ihre Anmeldung an die Adresse des Koordinator info@rose-cross.cz.

Gemäß dem Gesetz nr. 101/2000 über den Schutz der Privatsphäre erkläre ich hiermit, daß ich durch den Versand der Anmeldung mitsamt der ausgefülten Angaben der Speicherung auf einer Datenbank der Anthroposophischen Gesellschaft in der Tschechischen Republik zugestimmt habe. Die Angaben werden ohne meine Einwilligung nicht an Dritte weitervermittelt und werden ausschließlich für die Zustellung von Informationen über die Rose+Kreuz-Konferenzen genutzt. Sie können diese Zustellung jederzeit per e-Mail kündigen.

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